Wallnau.NABU.de Wallnau
Wasservogelreservat Wallnau
Das Gebiet
Die Westküste von Fehmarn
Das an der Westküste Fehmarns gelegene 297 Hektar große Naturschutzgebiet Wasservogelreservat Wallnau zählt zu den wertvollsten und interessantesten Bereichen an der Ostsee. Das Mosaik unterschiedlicher Lebensräume in Wallnau entwickelte sich während der langjährigen Bewirtschaftung des Gebietes als Teichgut. Zusammen mit dem Kreis Ostholstein und dem Land Schleswig-Holstein hat sich der NABU das Ziel gesetzt, diese von Teichen, Schilfflächen, Wiesen und kleinen Gehölzen geprägte Kulturlandschaft zu schützen, zu erhalten und durch gezielte Maßnahmen für Tiere und Pflanzen noch attraktiver zu machen.
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Die Geschichte Wallnaus
Steter Wechsel zwischen Meer und Land
Wallnau befindet sich auf einem jungen Teil der Westküste Fehmarns, der dennoch bereits auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken kann. Noch vor 400 Jahren war das heutige Naturschutzgebiet (NSG) eine Bucht der Ostsee. Durch Brandungswellen im Nordosten der Insel abgetragenes Material wurde durch die Meeresströmung südwärts transportiert. Es landete an der Westküste Fehmarns an und bildete einen für die Ostseeküste typischen Nehrungs- oder Strandhaken.
Erst um 1700 hatte der nach Süden wandernde Nehrungshaken die im Südwesten Fehmarns befindliche Moräneninsel Flügge erreicht. So wurde die Bucht fast vollständig von der See abgeschlossen und ein flaches Haff gebildet. Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte dann die endgültige Abtrennung vom Meer. Das Gebiet wurde künstlich trocken gelegt und landwirtschaftlich genutzt.
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Unsere Außenstellen
Die Naturschutzgebiete Krummsteert-Sulsdorfer Wiek und Grüner Brink
Die Naturschutzgebiete Krummsteert-Sulsdorfer Wiek im Südwesten Fehmarn südlich bzw. östlich des Flügger Leuchtturms und Grüner Brink an der Nordküste westlich des Fährhafens Puttgarden werden im Auftrag des NABU-Landesverbandes Schleswig-Holstein durch den NABU Wallnau mitbetreut.
NABU-Außenstellen mit neuer Besetzung in die Saison
Schon seit Mitte März stehen Wiltrut Koppensteiner und Holger Rowedder in den Startlöchern, um ihre Sommerdomizile zu beziehen. Mit den ersten Frühlingstagen beginnt nun die Arbeit der beiden auf dem Krummsteert und dem Grünen Brink. Der lange Winter mit anhaltenden Schneelagen hat den Bezug der beiden Außenstellen des NABU auf Fehmarn verzögert.
Die Hütten bieten nur wenig Komfort. Jeden Tropfen Trinkwasser müssen die beiden in Kanistern zu ihrem neuen Wohn- und Arbeitsplatz tragen. Ihre wöchentlichen Vorräte transportieren die beiden mit Handkarren zu den Hütten. Doch das schreckt die beiden nicht.
„Das Leben mitten in der Natur, umgeben nur von Strand und Wasservögeln macht die Anstrengungen wieder wett“ sagt Wiltrut Koppensteiner. „Pfeifenten sind mein Wecker und das morgendliche Zähneputzen mit Vogelpublikum ist was ganz besonderes“ freut sich die junge Frau aus Oberösterreich.
Die neue Naturschutzwartin auf dem Krummsteert ist auf Fehmarn kein unbekanntes Gesicht. Bereits im Jahr 2012 absolvierte sie ein Praktikum im Wasservogelreservat Wallnau. Wiltrut Koppensteiner befindet sich mitten in ihrem Studium der Landschaftsplanung und Wildtierökologie. Bevor sie jedoch ihr Studium in Wien abschließt möchte sie noch einmal praktische Naturschutzarbeit leisten. Was danach kommt, steht noch nicht fest – in Richtung Naturschutz soll es jedoch weitergehen.
Auch Holger Rowedder ist begeistert von der Vielfalt der Aufgaben, die er in den kommenden Monaten übernehmen wird: „Zu meinen Arbeiten gehört nicht nur die Kartierung der Brutvögel, sondern auch die Mitarbeit bei der Erfassung der Kreuz- und Wechselkröten, regelmäßige Vogelzählungen und Instandhaltungsarbeiten.“ Langeweile kommt da sicherlich nicht auf. Der 21 Jahre alte Schleswig-Holsteiner möchte noch einmal richtig anpacken und praktische Naturschutzarbeit leisten, bevor er im kommenden Herbst sein Studium beginnt.
Die beiden NSG bilden Komplexe aus unterschiedlichen Ökosystemen:
Die Nehrungshalbinsel des Krummsteerts, der westliche, sehr flache Teil der Orther Bucht, einige Salzwiesenbereiche mit Brackwasserteichen und Strandseen sowie eine eingedeichte Meeresbucht, die Sulsdorfer Wiek.
Ebenso der Strandwallbereich des Grünen Brinks mit seinem sich im Osten allmählich schließenden Nehrungshaken, die Strandseen mit Röhrichtbeständen und Salzwiesen.
Interessierten Strandspaziergängern stehen Wiltrut Koppensteiner und Holger Rowedder gerne Rede und Antwort. Die beiden Gebiete komplett erwandern dürfen Besucher allerdings nicht. Der Nehrungshaken ist ganzjährig mit einem Betretungsverbot belegt, damit Brut- und Rastvögel dort ungestört leben können. Und auch Teile des Grünen Brinks sind den dort lebenden Tieren vorbehalten. Mit einem Fernglas lassen sich aber in beiden Gebieten die wild lebenden Tiere bestens beobachten.
Schutzgebietshütte auf dem Krummsteert eingeweiht
Feste Lösung nach Sturmhochwasser unausweichlich
Fehmarn/Flügge: Am Freitag, den 20. April wurde mit einer kleinen Feier unter freiem Himmel die feste Schutzgebietshütte am Krummsteert eingeweiht. Mit Unterstützung des Landes Schleswig-Holstein, der Umweltlotterie Bingo! sowie Eigenmitteln des NABU-Landesverbandes konnte der alte Bauwagen durch eine feste Behausung ersetzt werden. Denn von März bis Oktober betreut ein Schutzgebietswart das rund 300 große Naturschutzgebiet Krummsteert-Sulsdorfer Wiek. Dort führt der Betreuer Kartierungen und Reparaturarbeiten durch und achtet als Naturschutzwart besonders während der Saison darauf, dass die Spielregeln im Naturschutzgebiet an Land und zu Wasser möglichst eingehalten werden.
Eine neue Lösung musste nach dem Sturmhochwasser 2006 gefunden werden, da Teile der Zuwegung fortgespült worden waren. Kaum noch möglich war, den mobilen Bauwagen während der Wintermonate vom Nehrungshaken abzuziehen. Zudem zeigte sich, dass attraktive Quartiere in Naturschutzgebieten die Chance erhöhen, überhaupt noch Freiwillige für die Betreuung auch abgelegener Standorte zu begeistern. „Im Gegensatz zu dem winzigen und zugigen Bauwagen ist die neue Schutzgebietshütte zwar auch weiterhin ohne Wasseranschluss. Aber mit einer abgetrennten Schlafkoje und einer gemütlichen Wohnküche mit Panoramablick über Krummsteert und Orther Bucht ist sie vergleichsweise komfortabel“, erklärt Malte Siegert, Leiter des NABU Wasservogelreservates Wallnau. So hofft der NABU, auch zukünftig neue Interessenten für die Betreuung des wunderschönen Gebietes in Fehmarns Inselwesten zu finden.
Wallnau unterstützt die jungen Bundesfreiwilligen am Krummsteert, obwohl das Gebiet eigentlich vom NABU Landesverband Schleswig-Holstein über seine Landesgeschäftsstelle in Neumünster betreut wird. Die erste Bewohnerin der neuen Hütte ist seit Mitte März Maria Beiring. Die gebürtige Hannoveranerin leistet gegen Ende ihres Studiums ihren halbjährigen Bundesfreiwilligendienst auf dem Krummsteert ab. Sie kennt Fehmarns Naturschutzgebiete gut, da sie seit vier Jahren regelmäßig als Freiwillige oder über Studienprojekte für den NABU Wallnau aktiv ist.
Neue Nachbarn
Konik-Wildpferdeherde des Landes grast neben Wallnauer Galloway-Rindern
Fünf junge Konik-Hengste unterstützen seit Mitte Februar 2007 die kleine Gallowayherde im Stiftungsland "Püttseewiesen" bei der Landschaftspflege auf Fehmarn. Damit etabliert die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein im Kreis Ostholstein die fünfte "Wildpferde-Herde" im nördlichsten Bundesland. Anders als die Rinder, die hier nur im Winter ihrer Naturschutzarbeit nachgehen, bleiben die widerstandsfähigen Pferde das ganze Jahr über auf den 36 Hektar südlich des NABU Wasservogelreservats Wallnau.
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Wallnau-Film
Impressionen vom Wasservogelreservat Wallnau
Reisen Sie mit dem NABU an die Ostsee und genießen Sie eine halbe Stunde die wunderbare Landschaft und weite Welt der Wasservögel. Der Film hat Ihnen gefallen? Ja? Dann kaufen Sie ihn doch einfach für 12,90 Euro in unserem Shop vor Ort oder lassen sich "Wallnau im Wandel der Jahreszeiten" für 14,50 Euro direkt in ihr Wohnzimmer liefern.
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Nature and Biodiversity Conservation Union
NABU: Over 100 years experience in environmental protection
In 1899 the Nature and Biodiversity Conservation Union (NABU) was founded in Stuttgart as the "League for the Protection of the birds" by Lina Hähnle. Due to the political development in Germany at the beginning of the 1990s it was then united with the East-German "Society for Nature and Environment" with the new title NABU - Naturschutzbund Deutschland e.V. (Nature and Biodiversity Conservation Union). NABU's headquarters are located in Berlin. Aim of NABU is to encourage and inspire people to get involved with nature and environmental matters.
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Wir haben für Sie umgebaut
Bilder vom Umbau 2002 bis 2004
Das Hauptgebäude des NABU Wasservogelreservats Wallnau auf Fehmarn wurde vollständig modernisiert. Die Arbeiten am zentralen Bau des ehemaligen Teichguts begannen Ende September 2003 mit der Erneuerung des Daches und wurden Mitte 2004 mit den Innenausbauten abgeschlossen. Die marode Substanz der über 100 Jahre alten Anlage macht die umfangreiche Sanierung dringend notwendig. Den Löwenanteil der mit knapp zwei Millionen Euro veranschlagten Umbaukosten, welche die bereits fertig gestellten Holz- und Metallwerkstätten und das "kleine" ehemalige Haus des Gutsverwalters mit einschließen, tragen die Europäsche Union über ein regionales Förderprogramm und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt. Durch Spenden kann der Eigenanteil des NABU an den Gesamtkosten zudem erheblich reduziert werden.
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Übersicht der NABU Schutzgebiete
NABU Naturschutzgebiete in Schleswig-Holstein
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Übersicht der NABU-Zentren und -Infohütten
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Eine Auflistung der Zentren erhalten Sie hier:
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